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Ein wunderbares Geschenk zum Jubiläum und Geburtstag

Viele Glückwünsche für Pfarrer Lambertz und den Neuen Chor

Würselen. Festliches Glockengeläute wie an hohen Feiertagen an St. Sebastian: In Scharen strömen die Christen in den „Dom“, so dass schon lange vor dem Beginn des Festgottesdienstes die Sitzplätze knapp geworden sind. Sie alle sind gekommen, um mit Pfarrer Heinz-Josef Lambertz, der Ende 2009 nach zehn Jahren als Pfarrer in Würselen in den (Un)-Ruhestand getreten war, dessen 40. Priesterjubiläum und mit dem Neuen Chor Würselen dessen „Zehnjähriges“ zu feiern. Herzlich willkommen hieß Pfarrer Rainer Gattys den Jubilar und das Geburtstagskind. Er freute sich mit ihnen über die große Resonanz. Pfarrer Lambertz, der nach seiner Pensionierung sein Haus in Wahlheim bezogen hat, sichtlich überwältigt: „Ich freue mich, in St. Sebastian mein Jubiläum mit dem Chor zusammen feiern zu können.“ Der Chor – seine Gründung hatte Lambertz vor zehn Jahren initiiert – sei ein Aushängeschild für die Pfarre. Dank sagte er ihm für sein „großartiges Engagement und sein lebendiges Miteinander in der Gemeinschaft“.

„Es waren prägende Jahre für mich“, blickte der Goldjubilar in das Jahr 1977 zurück, als er als junger Kaplan nach Würselen kam, bevor er eine einjährige Reise mit dem Fahrrad rund um die Welt antrat. Damals habe er in St. Sebastian eine lebendige Jugendarbeit vorgefunden. Da habe es auch junge Leute gegeben, die einen Jugendchor gründen wollten, nach dem Motto „Andere Lieder wollen wir singen“. Dazu zählten, wie sich Lambertz erinnerte, der Gitarrist Franz-Josef Ritzerfeld und der heute renommierte Akkordeonist Manfred Leuchter, „ein Freund der Extraklasse!“. Vor allem sei Christoph Leuchter vor zehn Jahren zur Stelle gewesen, um den Neuen Chor auf der Basis des Jugendchores aus der Taufe zu heben. Lambertz gedachte im Gottesdienst der beiden verstorbenen Gründungsmitglieder Franz Töbe und Anne Vockrodt-Nießen. Auf dem Hintergrund einer Begegnung mit einem Leiter einer Kamel-Karawane im Jemen sprach Heinz-Josef Lambertz das Thema „Was tun mit der übrigbleibenden Zeit?“ an. Wo doch manchen Menschen der Deckel auf dem Kopf falle, weil sie mit ihrer Zeit nichts anzufangen wüssten. Es gehöre schon fast zum guten Ton, keine Zeit zu haben. Lambertz mahnte, sich Zeit zum Nachdenken zu nehmen, Freundschaften zu pflegen, den Dingen des Lebens auf den Grund zu gehen.

Musikalisch hatte der Chor unter Christoph Leuchter mit „All things bright and beautiful“ darin eingestimmt. Beim Einzug dann das „In immer neuen Liedern besingen wir dich, Gott“ aus der Feder von Christoph Leuchter und Christoph Leisten. Es folgten auch noch weitere eigene Kompositionen. Wie in früheren Tagen dirigierte Pfarrer Lambertz zum Gloria den Kanon „Lobe den Herrn meine Seele“. Durch verschiedene brillant vorgetragene Improvisationen bereicherte Manfred Leuchter den festlichen Gottesdienst. Neben ihm wirkten auch noch die Instrumentalisten Harald Classen (Saxophon, Klarinette), Franz-Josef Ritzerfeld (Gitarre) und Markus Butz (Bass) mit. Als Gesangssolisten setzten sich Sandra Wainwright-Schneider, Elke Sommer-Jöris und Patrick Kafka stark in Szene. Während des Gottesdienstes gab es bei den gelungenen Einlagen mehrfach Applaus. Bei den Gospelgesängen „Oh happy day“ und „Amen“ brachen alle Dämme. Standing Ovations waren für die Solisten und den Chor der schönste „Lohn“ für eine großartige musikalische Performance. Der Neue Chor machte nicht nur ihrem geistigen Vater und auch sich selbst damit ein wunderbares Geschenk. Anschließend war Gelegenheit zur Begegnung mit dem Jubilar und dem Geburtstagskind. Auch Bürgermeister Arno Nelles gratulierte. Lambertz bat um Spenden für einen Brunnen für die Schule in Siaya (Burkina Faso), eine Initiative der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn. Das Konto bei der Bank für Orden und Mission, BLZ 51091711, lautet 80000103, Projekt Nr. 11026. (ehg)