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„Joy“ kommt beim Burg-Publikum gut an

Der Neue Chor Würselen mit einer bunten Mischung aus Gospels, bekannten Pop- und Rock-Songs sowie Eigenkompositionen

Von Hanna Sturm  Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten Nordkreis

Würselen. Die eigene Freude am Singen auf das Publikum übertragen – so der Gedanke hinter dem aktuellen Programm „Joy“ des Neuen Chors Würselen. Und gleich bei der Konzertpremiere gelang das auch unter erschwerten Bedingungen. Denn der Abend auf der Freilichtbühne der Burg Wilhelmstein gestaltete sich für die rund 950 Besucher ziemlich nass und kühl. Aber es gab ein Erfolgsrezept gegen feuchte Kleidung und frierende Füße: ein bisschen zusammenrücken, ein Glas Tee oder Rotwein trinken und vor allem: guter Musik lauschen.

Mit einer bunten Mischung aus Gospels, bekannten Pop- und Rock-Songs sowie Eigenkompositionen von Chorleiter Christoph Leuchter begeisterten die rund 60 Sänger und Sängerinnen erneut das Publikum auf der Burg Wilhelmstein. „Ein Auftritt auf der Burg ist für uns immer etwas ganz besonderes. Darauf fiebern wir ordentlich hin“, sagte Christoph Leuchter. Musikalisch unterstützt von Gitarrist Franz-Josef Ritzerfeld, Markus Butz am Schlagzeug, Bassist Manes Zielinski, Harald Claßen an Klarinette, Saxophon und Akkordeon sowie Christoph Leuchter am Piano präsentierte der Neue Chor die gerade produzierte CD „Joy“. „Wir sind schon ein bisschen stolz auf die CD. Sie ist uns gut gelungen“, zieht der Chorleiter eine positive Bilanz der monatelangen Arbeit.

Nach „Hand in Hand“ (2004) und „Auf dem Weg“ (2006) ist die dritte CD eine Mischung aus Pop-Songs, Gospels und Eigenkompositionen von Christoph Leuchter, etwa „In immer neuen Liedern“ oder „Auf dem Weg“. Dieses Stück ist inspiriert von einem Bild des Malers Hans Wittl und trägt mit seinen orientalischen Klängen zur stilistischen Vielfalt von „Joy“ bei. In das neue Konzertprogramm haben auch zwei Beatles-Stücke Eingang gefunden, nämlich „When I’m sixty-four“, das auch auf der CD ist. Diesen Klassiker interpretierten die Sänger und Sängerinnen sehr pointiert und mit großem Humor. Sehr schön gefühlvoll war auch die Version von „Let it be“ mit Solist Patrick Kafka.

Auch bei Gospels wie „Oh Happy Day“ oder „Joshua“ brillierten die Solisten Kafka, Sandra Wainwright-Schneider und Elke Sommer-Joeris und begeisterten das Publikum. Für wahres Gänsehautfeeling sorgte Elke Sommer-Joeris mit „Gabriellas Song“. Die schwedische Ballade aus dem Film „Wie im Himmel“ präsentierte die Sängerin sehr zart und gefühlvoll. Wesentlich rockiger ging es dann aber bei einem anderen „Bonbon“ zu, das Christoph Leuchter vorab dem Publikum versprochen hatte. Mit „Bohemian Rhapsody“ von Queen habe sich der Neue Chor an ein Stück gewagt, das „schon so etwas wie eine kleine Oper für sich ist“. Umso spannender war es zu hören, wie Sänger und Musiker den Rockklassiker interpretierten. Bei den vielen schnell aufeinander folgenden Einsätzen der einzelnen Stimmen war höchste Konzentration und Präzision der Sänger gefragt – und auch großer Einsatz des Chorleiters, der sichtlich und berechtigt Stolz auf die Leistung seines Chors war.

Im Herbst wird der Neue Chor zwei weitere Konzerte des Programms „Joy“ geben. Am 12. September, 17 Uhr, in der Kirche St. Hermann-Josef in Stolberg und am 7. November, 18 Uhr, in Aachen in der Kirche St. Peter.