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Ein Ehemaligentreffen mit Folgen

Seit zehn Jahren begeistert der Neue Chor Würselen sein Publikum mit seiner ganz eigenen Art

Von Andrea Thomas

Wenn sie die Messe musikalisch gestalten, ist St. Sebastian voll und auch bei ihren Konzerten, wie zum Beispiel auf der Freilichtbühne von Burg Wilhelmstein, sorgen die Sängerinnen und Sänger des Neuen Chores Würselen für ausverkauftes Haus. In diesem Jahr feiern sie Zehnjähriges.

Was den Chor mit festen Wurzeln in der früheren Gemeinde und jetzigen Pfarrei St. Sebastian ausmacht? Chorleiter Christoph Leuchter versucht es zu beschreiben: „Im Wesentlichen sind das wohl zwei Dinge: einmal Freude und Begeisterung an der Sache, die der Chor vermittelt und die beim Publikum ankommt, und musikalisch, Dinge auf den Punkt zu bringen, sich mit hohem Anspruch an sich selbst in eine Sache hineinzusteigern“.

Beginn einer Erfolgsgeschichte

Der besondere Geist liegt aber auch in den inzwischen gut 70 Mitgliedern, ein „buntes Trüppchen“ vom Student bis zum Akademiker, die längst nicht mehr nur aus Würselen, sondern aus der ganzen Region kommen. Und in den Wurzeln des Chores. Als der damalige Würselener Pfarrer Heinz-Josef Lambertz vor zehn Jahren nach Würselen kam, war das nicht seine erste Station dort. Ende der 70er hatte er einen Teil seiner Kaplanszeit hier verbracht und unter anderem einen Jugendchor gegründet.

Mit seiner Rückkehr an St. Sebastian kam es dann zu einer Art Klassentreffen, auf dem zu vorgerückter Stunde die Idee geboren wurde, doch noch einmal gemeinsam ein, zwei Messen zu gestalten. Auf Anfrage von Pfarrer Lambertz übernahm Christoph Leuchter es mit den gut 15 Sängern zu proben. Nach einem halben Jahr hätten sie sich bereits verdoppelt und es zeichnete sich ab, dass das mehr als nur ein musikalisches Projekt werden würde. Mit den Jahren wuchs die Sängerzahl, die Professionalität und das Repertoire. „Musikalisch zeichnen wir uns durch ein sehr modernes, aber gemischtes Programm aus, von Gospel über neues geistliches Lied bis zu Poptiteln und, ganz wichtig, eigenen Stücken“, erläutert Christoph Leuchter, der seinem Chor bereits einige Stücke geschrieben hat.

Ohne Band undenkbar

Neben den Eigenkompositionen sei sicher auch ein „Alleinstellungsmerkmal“ gegenüber anderen Chören, dass sie von Anfang an mit einer professionellen Band zusammen spielen. „Das hebt und macht den Anspruch des Chores deutlich“, so sein Chef. Anfangs hätte es den Sängerinnen und Sängern geholfen, inzwischen gehöre es dazu.

Genauso wie Konzerte in der ganzen Region. Seit 2004 sind sie alle zwei Jahre Gast auf der Freilichtbühne Burg Wilhelmstein (am 3. Juni zum Jubiläumskonzert), aber auch in verschiedenen Kirchen und natürlich gestalten sie nach wie vor einige Messen im Jahr in ihrer Heimatpfarrei mit. Das gehöre beides zu ihnen, die besondere Konzertatmosphäre open-air, aber auch die leiseren Momente in der Kirche. Wichtig sei, so Christoph Leuchter, immer wieder neue Herausforderungen zu finden. So sind inzwischen auch drei CDs entstanden und auch für die nächsten zehn Jahre ist der Chor da nicht bange.