• Facebook
  • YouTube

Auftritt beim Festival ist eine sehr große Ehre

Interview: "Neuer Chor"-Chef Christoph Leuchter.

Würselen. Die Aufnahmen für die neue CD laufen noch, und im Juni steht mit dem Konzert auf Burg Wilhelmstein ein weiterer Höhepunkt an. Der "Neue Chor" Würselen hat in diesem Jahr viel vor. Unser Mitarbeiter Markus Roß hat mit dessen Leiter Christoph Leuchter über Pläne und Perspektiven gesprochen.

Seit vier Jahr leiten Sie den "Neuen Chor" Würselen. Wie kam es zur Gründung des Ensembles, das sich mittlerweile im Raum Aachen etabliert hat?

Christoph Leuchter: Anscheinend haben wir es geschafft, etwas Besonderes zu installieren. Das hängt mit dem Repertoire und vor allem mit der Mischung aus Chor, Band und Solisten zusammen. Mit traditioneller Chormusik hat das recht wenig zu tun. Ende 2001 initiierte Pfarrer Heinz-Josef Lambertz eine Art Klassentreffen des Jugendchores, den er während seiner Kaplanszeit in den siebziger Jahren in St. Sebastian gegründet hatte. Bei diesem Treffen entstand die Idee, sich noch einmal an die Gestaltung einer Messe zu wagen. Lambertz bat mich, die Proben für dieses Projekt zu leiten. Wir hatten so viel Spaß, und die Reaktion der Gemeinde auf das Präsentierte war so gut, dass wir einfach weiter machen mussten.

Werden Sie genügend unterstützt?

Leuchter: Die finanzielle Situation der Pfarrgemeinden ist bekanntlich nicht rosig. Dennoch ist die Unterstützung sehr, sehr tatkräftig. Der Chor beschert den Würselener Gemeinden volle Kirchen und lebendige Gottesdienste, und im Gegenzug helfen die Gemeinden, wo sie können.

Im Herbst 2002 erschien der erste Tonträger "Hand in Hand". Vor wenigen Tagen verwandelte sich die Pfarrkirche St. Marien für einige Tage in ein Tonstudio für die Aufnahme der zweiten CD, die im Juni veröffentlicht wird. Auf welche Musik dürfen sich die Fans freuen?

Leuchter: Die Aufnahmen sind in vollem Gange. Der Chor hat seine Arbeit schon getan, aber wir feilen noch an der Begleitmusik. Zum Teil müssen die Solisten auch noch singen, und zu guter Letzt wird abgemischt. Mehr als ihre Vorgängerin löst sich die neue CD von reiner Kirchenmusik. Zu hören sein werden klassische Pop-Nummern, Gospels und vier Eigenkompositionen.

Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird das Konzert am 11. Juni im Freilichtrund Burg Wilhelmstein sein. Was ist zu erwarten?

Leuchter: Wir spielen das Programm der beiden CDs - unterstützt durch eine große Band und Solisten. Und natürlich werden wir uns gewaltig anstrengen müssen, denn dass wir ins offizielle Festival-Programm aufgenommen wurden, ist eine sehr große Ehre.

Was haben Sie in diesem Jahr noch vor?

Leuchter: Es sind weitere Konzerte geplant, auch überregional. Ansonsten wissen wir, wo wir herkommen. Das heißt, der Neue Chor bleibt der Chor der Würselener Pfarrgemeinden. Das bedeutet nach wie vor rund sechs Gottesdienste pro Jahr. Höhepunkt wird die 24-Uhr-Messe an Heiligabend in St. Sebastian sein.