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Die Begeisterung wollte gar kein Ende nehmen

„Hand in Hand”: Der Neue Chor Würselen hatte in die Pfarrkirche St. Sebastian eingeladen. 800 Besucher erlebten ein mitreißendes, einfühlsames Konzert. Die neue CD des Chors fand im Anschluss reißenden Absatz.

WÜRSELEN. „War das phantastisch", schwärmten die Besucher: Unter dem Titel „Hand in Hand" hatte der Neue Chor Würselen in die Pfarrkirche St. Sebastian eingeladen. Während des abwechslungsreichen Programms, besonders beim Finale, schlugen den SO Sängerinnen und Sängern, Solisten und Musikern unter der engagierten Gesamtleitung von Christoph Leuchter Stürme der Begeisterung entgegen. Durch seine Installationen hatte Stefan W. Knor nicht nur die Solisten ins rechte Licht gerückt. Vielmehr ließ er das barocke Gotteshaus bei den rund 800 Besuchern in einem Licht erstrahlen, wie sie. es bisher noch nicht erlebt hatten. Sie durften sich an einem akustischen und optischen Kunstwerk erfreuen - und das auf den Christkönigstag genau 55 Jahre nach dem Wiedereinzug ins im Krieg mächtig in Mitleidenschaft gezogene Gotteshaus.

Pfarrer Rainer Gattys zollte in Zeiten, da nur noch von Kürzungen gesprochen und der Rotstift angesetzt werde, den Akteuren hohen Respekt. Sie . sorgten dafür, „dass auch noch mal etwas wachse".

Mit leisen Tönen stimmten Harald Claßen auf der Klarinette und Christoph Leuchter am Piano ins Folgende ein, mit „Laras Melodie" und mit „Radtour", beides Titel aus dem Film „Jenseits der Stille" von Nikolaus Reiser. Harmonisch gut eingestimmt sang der vor dem Altar aufgebaute Chor „Shine your light". Mit einfühlsamer Unterstützung der Band trug er dann „Du hast Leid und Not gebannt" vor. Nachdem sie zuvor gemeinsam mit dem Chor „Celebrate" intoniert hatte, brillierte Solistin Christina Ritzerfeld mit „Nur für mich" aus dem Musical „Les Miserables", am Klavier begleitet von Christoph Leuchter, der bei „Tears in Heaven" seine musikalische Vielseitigkeit nur noch unterstrich.

„Reaching Heaven“

Das Konzert lebte von der Abwechslung. Nach „Reaching Heaven" wartete der Chor mit zwei A-Cappella-Stücken auf: „Only you" und „Masithi". Ein Hauch von Afrika wehte durch das Gotteshaus, ehe mit „In this house" das Publikum rhythmisch auf Touren gebracht wurde.

Spätestens bei diesem Titel sprang der Funke der Begeisterung über.

Mächtig ins Zeug legte sich Gitarrist Franz-Josef Ritzerfeld, der mit Dirigent Christoph Leuchter die neue „Hand-in-Hand"-CD produziert hat, die am Ende des Konzertes großen Absatz fand. Da durfte der Titel, der Konzert und CD den Namen gab, im Programm nicht fehlen, in Noten gesetzt von Leuchter und Ritzerfeld. Der Text stammt aus der Feder von Christoph Leisten. Einen weiteren Höhepunkt erreichte das Konzert beim jiddischen „Sing mit uns Shalom".

Wie Giora Feidman ließ Harald Claßen seine Klarinette auf dem Weg durch das Mittelschiff zum Altar erklingen, um mit dem Chor den Zauber der Klezmer-Musik zu entfalten, stimmungsvoll und mitreißend! Bei „Wagt euch zu den Ufern" griff der Allround-Mu-siker zum Akkordeon und begleitete den Chor einfühlsam. Applaus auf offener Szene gab es nicht zuletzt für Gesangssolistin Elke Sommer-Joris, die schon mit „I don't know how to love him" aus Lloyd Webbers „Jesus Christ Superstar" brilliert hatte, ebenso beim Ohrwurm „Oh happy day", ein äußerst lebendiger Vortrag, an dem die Zuhörer schwungvoll teilnahmen. Mit dem Lied „Wir sind ein Leib" verabschiedeten sich Chor und Solisten zunächst. Doch um die „Hymn"- und die „I will follow him"-Zugaben kamen sie nicht herum.

Ralf Pütz und Christoph Leisten hatten das Programm mit Erläuterungen versehen. Instrumentalsolisten waren noch Dirk Schiffers (Schlagzeug) und Manes Zielinski (Bass).

Für den richtigen Ton zeichnete Johannes Sobala verantwortlich. Anstoßen durften alle Akteure anschließend mit einem Glas Wein auf eine gelungene, enthusiastisch gefeierte Veranstaltung. (-ehg-)