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Einsatz für Solidarität, Sitte und Nachhaltigkeit

Bund der St.-Sebastianus-Schützenjugend beging sein 50-jähriges Bestehen mit Festmesse im Dom, Festumzug und Festakt. Musikalische Gestaltung durch den Neuen Chor Würselen löste Begeisterung aus. Zahlreiche Ehrungen.

Von Jutta Katsaitis-Schmitz

Aachen. Unter dem Motto: „Glaubhaft Schütze sein“ beging der Bund der St.-Sebastianus-Schützenjugend (BdSJ) im Diözesanverband Aachen am Wochenende sein 50-jähriges Jubiläum mit einem großen Festgottesdienst im Dom und einem anschließenden Festakt in der Aula Carolina. Der BdSJ war 1963 als selbstständige Nachwuchsorganisation im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS) gegründet worden. Dem Diözesanverband Aachen gehören die Jugendabteilungen aus 450 Schützenbruderschaften des Bistums Aachen an.

Nach beeindruckendem Einzug in den Dom hatten die 40 Fahnen und Standartenträger im Halbrund um den Altar Aufstellung genommen. Die beschwingte und jugendgemäß musikalische Gestaltung der Festmesse durch den Neuen Chor Würselen unter Leitung von Dr. Christoph Leuchter löste am Ende Jubel und anhaltenden Beifall aus. Der gemeinsame Gesang von Spirituals, neuen geistlichen Liedern, dem Klezmer-Friedensgruß „Sing mit uns Shalom“ und dem abschließenden Lied: „Hand in Hand in dieser Zeit“ zeigte eine junge, starke und bekennende Gemeinschaft. „Das moderne Liedgut in diesem historischen Gebäude hat auch den Weg der Kirche durch die Zeiten deutlich gemacht“, sagte Diözesanjungschützenmeister Hans Michael Doncks.

Als Konzelebranten segnete und entzündete der Diözesanpräses des BHDS, Pfarrer René Mertens, die Jubiläumskerze und der Bundesjungschützenpräses Msgr. Robert Kleine hielt die Predigt. Er ging darin auf das Evangelium ein, das über die Begegnung Jesu mit Moses und dem Propheten Elias aus dem Alten Testament berichtet. Ein Ereignis, das drei Jünger, die Jesus auf dem Weg nach Jerusalem begleiteten, als eine Erscheinung miterlebten. „So, wie Moses für Menschenrechte eintrat und sein Volk aus der Knechtschaft Ägyptens befreite, so wie Elias gegen Götzen und alles, was sich zwischen Gott und die Menschen stellte, kämpfte, so sollen auch Schützen für Sitte, Solidarität und Nachhaltigkeit eintreten“, hieß es in der Predigt. Gemeinschaft heiße nicht nur, Tradition zu pflegen und Feste zu feiern, sondern ein Netzwerk der Begegnungen zu sein.

Im Anschluss an den Festgottesdienst zog ein Festzug durch die City zur Aula Carolina. Es sei Tradition, dass Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff alljährlich im Dom Ehepaare empfange, die 50 Jahre mit einander verheiratet seien, berichtete dort Domkapitular Cremer. „Vertrauen zueinander, Kommunikation untereinander und der Blick über den eigenen Tellerrand haben bei diesen Paaren die fünf Jahrzehnte geprägt“, sagte er und dankte dem BdSJ, dass auch seine Mitglieder 50 Jahre zu einander gestanden haben. Im Rahmen des Festakts, der musikalisch von der Big-Band Geilenkirchen unter Leitung von Christoph Jansen umrahmt wurde, fanden auch Ehrungen statt. Die Hochmeisterplakette des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften ging anlässlich des Jubiläums an den BdSJ Aachen. Den Jugendverdienstorden in Gold erhielten Markus Weenen und Hans Michael Doncks sowie Uwe Nellessen den Hohen Bruderschaftsorden. Ein Scheck über 1000 Euro wurde vom BdSJ an den Ambulanten Kinderhospizdienst „Sonnenblume“ übergeben.