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Bilder und Musik in Harmonie vereint

Doppelte Premiere um Mitternacht an Heiligabend im Würselener „Dom“ St. Sebastian mit Werken von Hans Wittl und Christoph Leuchter. Die Idee zur besonderen Christmette hatte der designierte Stadtprinz Dieter van Horn.

Von unserem Redakteur Berthold Strauch

Würselen. Es ist zu einer schönen Tradition geworden, die Christmette Heiligabend im „Dom“ St. Sebastian: Punkt Mitternacht geht es am Montag los. Und auch dieses Mal ist der „Neue Chor“ Würselen mit von der musikalischen Partie. Übermorgen kann sich das wohl wieder große Publikum auf eine Weihnachtsüberraschung der ganz besonderen Art freuen. Und dafür sind zwei Würselener Künstler verantwortlich: Christoph Leuchter, der Leiter des Neuen Chors, und der renommierte Maler und Architekt Hans Wittl.

„Auf dem Weg“

Im Gespräch mit der AZ, vermittelt von Chormitglied Dieter van Horn, dem designierten Stadtprinzen, ließen sich Leuchter und Wittls ein klein wenig in ihre Karten schauen. Zu viel wollen sie noch nicht verraten – nur die Spannung steigern und damit die Neugierde wecken, damit möglichst viele Besucher zu der Mette kommen . . .

Der Gottesdienst steht unter einem besonderen Motto: „Auf dem Weg“. Diese spartanische Bezeichnung soll bewusst „sehr viel Raum für persönliche Phantasien und Philosophien“ lassen, wie van Horn mit einem Lächeln betont.

Passend zum Thema gibt es eine doppelte Premiere. Denn Christoph Leuchter hat eigens für die Christmette ein „inspirierendes neues Lied“ komponiert. Es erlebt Heiligabend seine Uraufführung. Und Hans Wittl hat passend zum Thema „Weg“ ein Bild in seinem unnachahmlichen Aquarellstil gemalt, den er seit 30 Jahren pflegt und der vielerorts große Anerkennung findet.

„Ich muss ein paar Tage daran arbeiten, bis die Leichtigkeit kommt, die ich zum Malen brauche“, sagt der 70-Jährige. Er konzentriert sich mittlerweile fast ganz auf die Kunst. Architektonisch beschränkt er sich weitgehend auf Aufträge für Freunde, meist Innenausbauprojekte.

Bild und Musik sollen nach dem Willen der Künstler „harmonisch ineinander fließen“. Wittls Motiv wird via Beamer an die Kirchenwand projiziert. Leuchter und Wittl blieben übrigens gerade mal zwei Wochen Zeit, um nach der ersten Idee zu dieser gemeinsamen Aktion, zu der Dieter van Horn den Anstoß gegeben hatte, ihre künstlerischen Werke zu Papier zu bringen. Der Neue Chor mit seinen knapp 70 Sängerinnen und Sängern sieht sich auch selbst stets „auf dem Weg“, wie Leuchter erzählt: „Wir wollen nicht in Tradition erstarren, sondern immer wieder etwas Neues ausprobieren.“

Zwei CDs sind bereits aufgelegt worden. Seine kleine Erfolgsgeschichte für Heiligabend: Dieses Mal gestaltet der Chor bereits zum sechsten Mal die Christmette.

Musikalisch bebleitet wird der Chor von Harald Claßen, dem Bühnenpartner von Jürgen B. Hausmann (Beckers), an Klarinette, Saxophon und Akkordeon, außerdem von Franz-Josef Ritzerfeld (Bass und Gesang), Manes Zielinksi (Bass) und Markus Butz am Schlagzeug.

Chorleiter Christoph Leuchter, der Piano spielt, hat auch in der Vergangenheit schon das Repertoire des Chors mit seinen eigenen Kompositionen bereichert, zum Beispiel den Liedern „Unterwegs zu Haus“, „Zungen aus Feuer“ und „Hand in Hand“.

Erlös für die KOT

Im Anschluss an die Christmette können Glückwunschkarten mit Hans Wittls Motiv für drei Euro sowie Bilddrucke für fünf Euro erworben werden.

Was an Geld übrig bleibt, wird für das Projekt „One 2 four“ der Kleinen Offenen Tür (KOT) von St. Sebastian zur Verfügung gestellt.